Niederwildausbildung

Jagdhundeausbildung, die im Revier ihren Sinn zeigt.

Ein guter Jagdhund muss mehr können, als einzelne Übungen beherrschen. Er soll selbständig suchen, Wild finden und bringen, mit seinem Führer zusammenarbeiten und auch unter Ablenkung Ruhe und Übersicht bewahren.

Genau daran arbeiten wir beim Leitbruch. Wir verbinden die natürlichen Anlagen des Hundes mit einer gezielten, praxisnahen Ausbildung. Dabei steht nicht das Abarbeiten eines Kursprogramms im Vordergrund, sondern die individuelle Entwicklung von Hund und Hundeführer zu einem verlässlichen jagdlichen Gespann.

Drei Arbeitsweisen, ein gemeinsames Ziel

Die Niederwildausbildung baut auf drei wesentlichen Bereichen auf, die im praktischen Jagdbetrieb ineinandergreifen:

Selbständiges Arbeiten
Der Hund setzt seine Nase eigenständig ein, sucht und findet Wild und löst Aufgaben ausdauernd. Freiverlorensuche und Schleppenarbeit bilden dabei wichtige Schwerpunkte.

Kooperatives Arbeiten
Markieren, Einweisen und Lenkbarkeit fördern die Zusammenarbeit mit dem Hundeführer. Der Hund lernt, Signale zu verstehen und Aufgaben auch auf Distanz selbständig zu lösen.

Apportieren und Ruhe
Zuverlässiges Aufnehmen, Tragen und Abgeben von Wild gehören ebenso dazu wie Gehorsam, Steadiness und Ruhe bei jagdlichen Ablenkungen.

Die Wasserarbeit ergänzt diese Bereiche. Dabei trainieren wir das selbständige Suchen, Markieren, Einweisen und Apportieren von Federwild am und im Wasser.

Sechs Module für eine vielseitige Ausbildung

Unsere sechs aufeinander abgestimmten Module führen von den Grundlagen bis zur kombinierten jagdlichen Arbeit und Abschlussqualifikation:

Modul NW1: Grundlagen, Gehorsam und Apportieren: Aufmerksamkeit, Führigkeit, Ruhe, Steadiness und zuverlässiges Bringen von Wild.

Modul NW2: Selbständiges Arbeiten: Freiverlorensuche, Schleppenarbeit und eigenständiges Lösen von Suchaufgaben.

Modul NW3: Kooperatives Arbeiten: Markieren, Einweisen und gezielte Lenkbarkeit.

Modul NW 4: Kombinierte jagdliche Arbeit: Verbindung der verschiedenen Arbeitsweisen unter praxisnahen Bedingungen.

Modul NW 5: Wasserarbeit: Suchen, Markieren, Einweisen und Apportieren von Federwild am und im Wasser.

Modul NW 6: Abschlussqualifikation: Zusammenführung und Einschätzung der erarbeiteten Fähigkeiten im jagdlichen Zusammenhang.

Die Module geben klare Schwerpunkte vor. Bei jedem Training werden auch die anderen Arbeitsbereiche aufgegriffen und bereits erlernte Fähigkeiten gefestigt. Welche Aufgaben im Vordergrund stehen, richtet sich nach dem Ausbildungsstand der Gespanne und den Möglichkeiten des jeweiligen Reviers.

Für Anfänger und Fortgeschrittene

Unsere Trainings sind für alle Leistungsstufen offen. Anfänger erarbeiten die Grundlagen, erfahrene Gespanne vertiefen ihre Fähigkeiten und stellen sich weiterführenden Aufgaben. Jeder Hund wird dort abgeholt, wo er gerade steht. Ein Einstieg ist in jedem Modul möglich.

Wir trainieren in kleinen Gruppen mit maximal fünf Gespannen je Trainer und nutzen unterschiedliche Reviere. Unser Trainerteam besteht aus aktiven Jägern, erfahrenen Hundeführern und Nachsuchenführern. Alle sind staatlich geprüfte und zertifizierte tierschutzqualifizierte Hundetrainer. Jagdliche Erfahrung und fachlich fundierte Hundeausbildung gehören bei uns zusammen.

Gemeinsam lernen. Im Revier wachsen.

Der Leitbruch ist eine Trainingsgemeinschaft. Wir teilen Erfahrungen, geben Wissen weiter und lernen voneinander. Nicht nur die Hunde entwickeln sich weiter. Auch der Hundeführer lernt, seinen Hund besser zu verstehen, seine Anlagen richtig einzuschätzen und ihm die Arbeit zu ermöglichen, die er leisten kann.

Unser Ziel ist kein Hund, der nur Übungen beherrscht. Unser Ziel ist ein verlässlicher Jagdhund und ein eingespieltes Gespann, das sich im praktischen Jagdbetrieb bewährt.

Leitbruch. Ausbilden statt abarbeiten.
Gute Ausbildung beginnt mit dem richtigen Blick auf den Hund.